Hallstatt im Salzkammergut

Es gibt wohl keinen so kleinen Ort auf der Welt der in Asien so bekannt ist wie das Dörfchen Hallstatt. Das durch soziale Medien bekannt gewordene 750 Einwohner Dorf, hat die letzten Jahre hinweg einen wahren Ansturm an asiatischen Touristen erlebt. In China ist das Dorf als Reiseziel neben Paris, Rom und Berlin so beliebt, dass es sogar im 1:1 Format nachgebaut worden ist. Obwohl die bergige Region früher eher zu den lebensfeindlichen Regionen zählte, ist diese Region schon seit Jahrtausenden besiedelt. Das dort vorhanden Salz in den Bergen wurde schon früh als Chance erkannt.

Anreise nach Hallstatt:

Hallstatt liegt am Hallstätter See im Salzkammergut in dem Bundesbezirk Oberösterreich. Die Stadt Salzburg befindet sich etwa 70 Kilometer entfernt. Die Anreise nach Hallstatt mit dem Auto erfolgt quasi immer aus Norden. Schon am Eingang des Ortes kann man einem Parkleitsystem folgen und findet damit recht schnell einen bezahlten Parkplatz. Von diesen Parkplätzen aus ist es nicht weit in das Zentrum des Ortes. Hallstatt ist auch mit dem Zug erreichbar hat einen eignen Bahnhof. Von diesem muss man noch kurz mit Schiff nach Hallstatt übersetzen. Die Anreise mit der bekannten Salzkammergutbahn hat auch seinen landschaftlichen Charme und ist sicher am entspanntesten.

Was gibt es in Hallstatt zu sehen ?

Karte von Hallstatt und Umgebung
  1. Salzbergbahn Hallstatt
  2. Aussichtsplattform
  3. Salzbergwerk
  4. Zentrum von Hallstatt
  5. Aussichtspunkt über Hallstatt
  6. Bekanntester Fotospot

Mit der Salzbergbahn, aus dem etwas neueren Teils Hallstatt im Süden, kann man die 350 Höhenmeter auf den gleichnamigen Berg Salzberg in nur wenigen Meter erklimmen. Diese Aufstiegshilfe haben wir bei unseren Besuch genutzt. Die Kosten betragen (2019) für eine Bergfahrt 10 Euro, für Berg und Talfahrt 18 Euro pro Person. Alternativ gibt es auch einen tollen Wanderweg hinauf. Es gibt ebenfalls diverse Kombitickets mit dem Salzbergwerk, dass sich dort auch befindet. Oben angekommen hat man bereits eine tolle Aussicht. Das ganze wird noch von dem „Skywalk“ mit dem Blick auf die ganze UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut übertroffen. Seit 1997 steht die Region unter Welterbe. Ein wenig Nervenkitzel ist schon dabei, wenn man auf das sich darunter liegend befindliche Hallstatt schaut.

Blick auf den „Skywalk“ und den darunter liegenden Hallstätter See

Man hat einen tollen Blick auf den Hallstättersee und das direkt darunter liegende Hallstatt. Gegenüber von Hallstatt auf der anderen Uferseite befindet sich der Bahnhof von Hallstatt. Man muss somit kurz übersetzen um Hallstatt zu erreichen. Am südlichen Ende des Sees beginnt das bis zu knapp 3000 m hohe Dachsteingebirge.

Blick auf Hallstatt

Nicht weit von der Bergstation der kleinen Standseilbahn entfernt, befindet sich der Eingang zu dem Salzbergwerk. Mit einem Zug fährt man in das Salzbergwerk hinein. Drinnen kann man eine tolle Welt an glitzernden Salzkristallen und beeindruckenden Stollen entdecken. Wir haben bei dem Besuch das Salzbergwerk nicht besucht.

Blick auf den „Skywalk“ und den Weltkulturerbeblick

Oben angeschrieben führt ein Weg von dem Salzberg aus bis hinab nach Hallstatt. Dabei geht man auf einem gut ausgebauten breiteren Weg in Serpentinen hinab. Man hat immer wieder einen tollen Blick auf den See. Etwa 350 Höhenmeter muss man bis zur Seehöhe überwinden. Je nachdem wie schnell man geht ist man circa 1 Stunde unterwegs.

Blick auf den See in Richtung Norden

Etwas oberhalb von Hallstatt hat man einen tollen Blick auf das wunderschön gelegene Dorf. Das Ortsbild ist sehr gut erhalten und es wurden wenige moderne Eingriffe getätigt. Die Bürger von Hallstatt wehrten sich Jahre lange gegen eine geplante Seeuferstraße.

Hallstatt von „oben“

Fotospots:

Hallstatt und die nähere Umgebung hat fototechnisch sehr viel zu bieten. Und zwar gibt es deutlich mehr Motive als das bekannte überall verbreitete Motiv (6), dass man von Norden in Richtung Süden mit Blick auf Hallstatt aufnimmt. Innerhalb des Dorfes kann man auch tolle Detailaufnahmen machen und zwar nicht nur von chinesischen Touristen. Zusätzlich bietet die Landschaft, der See und das Dachsteingebirge viel an.

Häuser die am Hang „kleben“
Die tollen Gebäude am Hang und trotzdem so knapp am See

Fazit: Hallstatt und die ganze Region ist immer ein Besuch wert trotz der Touristenmassen. Und wenn man sich nur etwas von den Standard-Asia Hotspots weg bewegt, ist man auch relativ alleine. Sehr viele Informationen zu Hallstatt und der Umgebung findet ihr unter: https://www.hallstatt.net/

Sonnenuntergang mit Blick auf Hallstatt

Cadiz an einem Tag

Cadiz ist einer der ältesten Städte Europas und befindet sich in einer einzigartigen geografischen Lage im südlichen Spanien, in der autonomen Region Andalusien. Die alte Römerstadt liegt auf einer Landzunge und Halbinsel in der Bucht von Cadiz. Selbst wenn man nur wenig Zeit hat zum Beispiel bei einer Kreuzfahrt sollte man sich diese tolle Stadt nicht entgehen lassen. Cadiz hat eine große Altstadt, doch im Vergleich zu Sevilla ist es übersichtlich und man kann die Stadt auch gut selber zu Fuß erkunden.

Plaza de San Juan de Dios

4 Gründe Cadiz zu besuchen:

  1. Um durch die traumhafte verschachtelte Altstadt zu schlendern.
  2. Das andalusisches Lebensgefühl in einer der vielen Tapas Bars im Fischerviertel La Nina zu erleben.
  3. Zur Besichtigung der beeindruckenden katholischen Kathedrale.
  4. Um auf der Promenade des berühmten Strand von Caleta in „James Bond“ Kulisse spazieren zu gehen.

Wann ist die beste Reisezeit für Cadiz ?

Cadiz gelegen am Atlantik hat ganzjährig ein mildes Klima. Das ganze Jahr scheint über 3000 Stunden die Sonne. Vor allem in den Sommermonaten ist es öfters auch heiß. Grundsätzlich kann man diese tolle Stadt immer bereisen. Jedoch bieten sich meiner Meinung der Frühling ( April – Juni ) und frühere Herbst ( September – Oktober) am besten dafür an. Hier hat man zwar noch mildes Klima, es ist belebt aber nicht überlaufen wie in den Sommermonaten.

Karte Cadiz
  1. San Juan de Dios
  2. Katedrale von Cadiz
  3. Plaza de las Flores
  4. Fischerviertel La Nina
  5. Playa de la Caleta
  6. Castillo de San Sebastian

Anreise nach Cadiz:

Auto: Die bequemste Art der Anreise ist hier sicher das Auto. Mietwagen sind je nach Saison in Andalusien sehr preiswert zu bekommen. Es gibt zwei Möglichkeiten sich der Stadt zu nähern, zu einem von Osten über die beeindruckende Brücke oder von Süden über die Landzunge. Einen kostenlosen Parkplatz in Cadiz ist sicher, gerade wenn man nicht ortskundig ist, sehr sehr schwer zu finden. Parkhäuser jedoch gibt es viele z.B. das Interparking Canalejas am Hafen ist sehr einfach zu erreichen. Von dort sind es nur wenige Schritte in die Altstadt. Die Preise bewegen sich bei etwa 2,40 Euro pro Stunde. ( Stand 2019 )

Bus oder Zug: Der Bahnhof von Cadiz befindet sich sehr zentral in kurzer Distanz zur Altstadt. Aus vielen andalusischen Städten gibt es eine gute Zugverbindung nach Cadiz.

Kreuzfahrtschiff: Mit über 300 Kreuzfahrtschiffen pro Jahr zählt Cadiz zu den bekannten Kreuzfahrthäfen. Von dem Hafen in Cadiz, der sich am nordöstlichen Endes der Altstadt befindet, könnt ihr ohne Transfer direkt in die Stadt laufen und Cadiz auf eigene Faust erkunden.

Wir haben in den bereits erwähnten Parkhaus geparkt und von dort die Stadt erkundet. Auch wenn man vom Bahnhof oder vom Hafen kommt, ist das erste auf das man trifft der Plaza de San Juan de Dios. Der zum Hafen geöffnete Platz hat eine beeindruckende Größe und lädt zum Verweilen ein. Der belebte Platz ist gesäumt von vielen Palmen, mit dem Rathaus und der Kirche San Juan de Dios im Hintergrund. Von dort aus kann in alle Richtungen ausschwärmen, um diese schöne Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Von hier aus hat es uns über die Calle Pelota Richtung Westen verschlagen. Nach ein paar hundert Meter öffnet sich aus der schmalen Gasse der Blick auf den Plaza de la Catedral. Dieser kleine Platz wird selbstverständlich von einem einzigen Gebäude dominiert. Die im 18. Jahrhundert, nach über 100 Jahren Bauzeit, eröffnete Kathedrale gibt ein herrliches Bild ab.

Plaza de la Catedral im Herzen von Cadiz

Wenn man von dort weiter in die gleiche Richtung läuft erschließen sich weitere tolle Altstadtgassen. Über die Calle Compania erreicht man einen kleineren tollen Platz, den Plaza de las Flores. Der Name leitet sich von den dort stehenden Blumenständen ab. Diese Ecke in Cadiz hat uns besonders gut gefallen. Unweit des Platzes befindet sich auch die Markthalle, in der man im andalusischen Flair tolle Lebensmittel kaufen kann.

Plaza de las Flores mit seinen bekannten Blumenständen

Wir sind anschließend weiter in die selbe Richtung gelaufen. Hier erreicht man das traditionelle Fischerviertel La Nina. Hier findet man weniger Einkaufsläden, dafür umso mehr Tapas Bars, Kneipen und Restaurants. Zentrum des kleinen Viertels ist die fotogene Calle de la Palma. Besonders Abends ab 21 Uhr, wenn die Tapas Bars öffnen ist hier richtig viel los.

Calle de la Palma im Fischerviertel La Nina

Gute Tapas kann man in der ganzen Stadt essen. Sowohl in La Nina als auch in der klassischen Altstadt. Für kleines Geld kann man sich durch die Karte schlemmen und hat die Möglichkeit viele verschiedene Sachen zu probieren. Dazu lässt sich ein guter Wein aus der Region trinken. Um Cadiz befinden sich Spaniens älteste Weinanbaugebiete.

Tapas in Cadiz: u.a. Geschmortes Ochsenragout

Am Ende der Halbinsel befindet sich noch ein besonderes Highlight von Cadiz. Die Playa de la Caleta ist ein kleiner Strand, der zwischen dem Castillo de San Sebastian und dem Castillo Santa Catalina liegt. Besonders bekannt ist der Strand für sein im 19. Jahrhundert erbautes ehemaliges weißes Seebad. In dieser Kulisse wurden bereits einige Filme gedreht u.a. auch James Bond „Stirb an einem anderen Tag“. In der Badesaison wird dieser Strand vor allem von Einheimischen genutzt. Wir waren dort zum Sonnenuntergang, bei dem die Sonne direkt über dem Atlantik untergeht. Dann wird alles in ein schönes Licht getaucht und man erlebt die Stimmung, die Cadiz so besonders macht.

Playa de la Caleta
Sonnenuntergang über dem Atlantik

Das Castillo de San Sebastian, dass auf einer Insel liegt erreicht man über einen kleinen künstlich angelegten Weg, der quasi mitten durch das Meer geht. Zumindest fühlt man sich so, umgeben von Wasser auf allen Seiten. Die im 18.Jahrhundert erbaute Festung kann man kostenlos besuchen.

Fotospots in Cadiz :

Cadiz hat fototechnisch viel zu bieten. Mein persönliches Highlight ist der Playa de la Caleta, am besten im Abendlicht. Aber weitere tolle Motive kann man auf dem Torre Tavira machen. Von dem Aussichtsturm der sich relativ zentral in der Stadt befindet kann man tolle Bilder über die Stadt hinweg machen. In der Altstadt bieten sich viele tolle Motive, vorne dabei natürlich die Katedrale, aber auch der Plaza de las Flores.

Castillo de San Sebastian

Hotels findet man im Zentrum von Cadiz, sowie etwas preiswerter in den neuen Stadtvierteln südlich des Zentrums. Ein Hotel, von dem man einen ganz besonderen Ausblick hat, wie man ihn sehr selten findet. Das Hotel La Catedral verfügt über einen Pool auf dem Dach, von dem man einen direkten Blick auf die Kathedrale hat, die sich nur einige wenige Meter entfernt befindet.

Sonneuntergang über dem Atlanik

Alhambra bei Granada

Um es vorweg zu nehmen wird sich der ein oder andere Fragen. Lohnt sich die Alhambra bei Granada wirklich ? Meiner Meinung nach ist eine Reise durch Andalusien nicht wirklich vollständig, ohne sich diese Stadtburg, diesen Traum an Maurischer Baukunst anzusehen. Nicht umsonst gilt sie als einer der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und das auch aus guten Gründen.

Alhambra vom Platz Mirador San Nicolas

Wichtige Informationen für einen Besuch der Alhambra bei Granada:

  • Der Besuch der Alhambra bei Granada ist nur mit einem gekauften Ticket möglich
  • Die Tickets pro Tag sind begrenzt. Es empfiehlt sich, die Tickets bereits weit im voraus online zu kaufen. Andernfalls passiert es nicht selten, dass man vor Ort nicht mehr die Möglichkeit hat Tickets zu kaufen ( vor allem in der Hauptsaison). Unter dem folgenden Link gibt es die offiziellen Tickets zu kaufen: https://tickets.alhambra-patronato.es/en/home/inicio/
  • Wieviel kostet ein Ticket um alles zu besichtigen ? Aktuell (Winter 2019) sind es 14 Euro pro Person.
  • Welches Ticket braucht man für die Alhambra bei Granada ? Es gibt Tickets nur für die Gärten, auch diese sind bereits traumhaft, aber das Highlight sind in jedem Fall die inneren Räumlichkeiten und Höfe. Mit dem Ticket „Alhambra General“ könnt ihr alles besichtigen.
  • Für die Nasriden Paläste gibt es auf der Eintrittskarte ein bestimmtes Zeitfenster, in dem man sich vor dem Eingang derer vorfinden muss
  • Wie lange dauert ein Besuch der Anlage ? Die komplette über 700 Meter Lange Burganlage ist riesig. Selbst ohne Führungen und ausschließlich Besichtigung der Highlights ist man mindestens 3 Stunden beschäftigt.
  • Gutes Schuhwerk und ausreichend zu trinken mitnehmen. Alternativ gibt es zu nicht ganz billigen Preisen Getränke und kleine Snacks zwischen dem Torre Quebrada und dem Museo de Bellas Artes.
  • Es gibt einen Nachteintritt für die Gärten und Alhambra bei dem man die Alhambra in einer ganz anderen Stimmung erleben kann.
  • Ticket vergessen zu kaufen für die Alhambra und bereits ausverkauft ? Was dann ? Man kann versuchen in der Stadt oder über euer Hotels eventuell noch Tickets mit Führung zu bekommen, diese können aber etwas teurer sein als die offiziellen Tickets online.
Karte der Alhambra bei Granada
  1. Parkplatz
  2. Haupteingang
  3. Generalife
  4. Hauptteil der Gärten
  5. Nasridenpaläste
  6. Alcazer

Die Anfahrt zur Alhambra bei Granada kann unterschiedlich vorgenommen werden. Wir haben dabei die wohl bequemste Alternative gewählt. Auf den Hügel führt eine gut ausgebaute Straße, dort oben angekommen findet man mehrere großzügige kostenpflichtige Parkplätze, von denen man nur wenige Meter zum Haupteingang der Alhambra laufen muss. Alternativ fährt die Stadtbuslinie 30 und 32 von Granada aus hoch zur Alhambra. Es gibt auch mehrere Wege für die man zwischen 20 – 30 min braucht, die zum Eingang führen.

Gärten der Alhambra bei Granada

Am Eingang reicht es nur noch sein Ticket, auf dem sich der QR-Code befindet, vorzuzeigen. Da der Verkauf bereits im Vorfeld stattfindet, findet man keine langen Schlangen mehr vor. Als wir Ende September dort waren, wurden für den Tag keine Tickets mehr verkauft. Die Tickets waren bereits weit im voraus ausverkauft. Wenn man viel Zeit mitbringt ist eine Führung der Gärten und inneren Höfe/Räumlichkeiten sicher sehr lohnenswert. Ohne Führung sollte man zumindest den im Eingangsbereich kostenlosen kleinen Flyer mitnehmen, in dem ein kleiner Lageplan mit drin ist. Wir hatten das zunächst übersehen, sind dann aber aus schlichter Überforderung schon nach kurzer Wegstrecke nochmals zum Eingang zurück.

Wenn man durch die Gärten läuft, erstmal vorbei an den Nasridenpalästen kann man durch ein Tor hindurch auf die Alcazaba laufen. Dieser Stadtmauerkomplex mit einigen Türmen bildete das Bollwerk der Alhambra. Von hier hat einen tollen Blick in alle Richtungen auf Granada und deren Altstadt.

Blick über die Alcazaba und Granada
Blick auf Granada

Das Herzstück der Alhambra bei Granada sind die Nasridenpaläste. Vor dem Eingang muss man sich zu der Zeit, die auf der Karte steht begeben, damit immer nur eine begrenzte Anzahl an Leuten, diese wunderschönen Räume und Höfe maurischer Kunst durchläuft. Man kann zwar nicht behaupten, dass sich wenige Leute durch die Räume zwängen, jedoch hält es sich durch den begrenzten Zugang im angemessenen Rahmen.

Myrtenhof- Innenhof in den Nasridenpalästen

Mohammed V. lies den fantastischen Löwenhof, der seinem Namen dem Brunnen in der Mitte verdankt. Hier um diesen fantastischen Brunnen stehen 12 aus weißen Marmor geformte Löwen, welche international, als einer der besten islamischen Bildhauerarbeiten gelten. Umgeben ist der Innenhof von 124 Säulen aus Marmor. Der Zwei Schwestern Saal angrenzend an den Löwenhof hat eine unglaublich Stalaktitenkuppel.

Der mit viel weißen Marmor ausgestalteter Löwenhof

„Kommt vom Himmel dieses Wasser, kommt es aus der Erdentiefe oder strömt es aus dem reichen Gnadenborne des Kalifen. Sieh im Staub vor dem Gewaltigen, weil sie ihn in Ehrfurcht scheuen, liegen in gezähmter Wildheit diese fürchterlichen Leuen.“

Spruch auf dem Löwenbrunnen
Löwenhof
Zwei Schwestern Saal – Maurische Kunst

Wer sich vor seiner Reise etwas besser vorbereiten will oder im Nachhinein sich die eine oder andere Frage zu dem gesehenen stellt, dem kann ich nur folgende Seite empfehlen: https://www.alhambradegranada.org/de/info/nasridenpalaste.asp

Hier gibt es sehr viele geschichtliche Informationen zu den einzelnen Räumen, Höfen und Gärten.

Öffnungszeiten (2019)

Vom 1. April bis dem 14. Oktober

  • Montag bis Sonntag: von 8:30 bis 20:00 Uhr.

Vom 15. Oktober bis dem 31. März

  • Montag bis Sonntag: von 8:30 bis 18:00 Uhr.
Mirador de Daraxa mit Blick auf den Daraxa Hof

Fotospots:

Insgesamt muss man sagen, dass man selten irgendwo so viele tolle Fotomotive bekommt. Sowohl in den Gärten, als auch in den inneren Höfen eröffnen sich tolle Perspektiven. Neben den zum Teil perfekt inszenierten Spielen aus Licht und Schatten, bieten sich auch tolle Motive für Detailaufnahmen.

  • Mirador San Nicolas: Von dem Platz des gegenüberliegenden Hügels lässt sich die Alhambra am besten von weiter weg fotografieren. Besonders zum Sonnenuntergang gibt es tolle Szenen.
  • Nasridenpaläste: Grandiose Motive maurischer Kunst an den Wänden und Decken. Ausnahmsweise eignet sich die Tagesmitte wohl am besten dafür. Morgens und abends hat man mehr Schatten und es ist etwas dunkler in den tollen Innenhöfen und Räumen.
  • Alcazaba: Toller Blick auf Granada, besonders interessant ist der Blick in Richtung der Altstadt und dem gegenüberliegenden Hügel.
  • Geheimtipp: Mein persönlicher Geheimtipp, wenn man es so nennen darf, in einer solch viel besuchten Burg, ist der Mirador de Daraxa. Hier kriegt man vieles auf ein einziges Bild was die Nasridenpaläste ausmacht.
Gärten der Alhambra bei Granada

Gegenüber der Alhambra befindet sich der Generalife. Dieser diente den Königen als Sommerresidenz. Leider hatten wir keine Zeit mehr diesen zu besichtigen. Von dort hat man aber auch einen tollen Blick über die Alhambra aus einer anderen Perspektive.

Blick auf die Alhambra von dem Generalife

Neben der Alhambra gibt es in Granada noch viel mehr zu entdecken. Diese Stadt besitzt absolut alles, was man mit dem Wort „Andalusien“ verbindet. Preiswerte Hotels finden sich vor allem etwas außerhalb der Stadt.

Für Fragen und Anregungen könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen. 🙂