Ein Wochenende in Kitzbühel

Am 1. Advent hatten wir vor ein kurzes Wochenende in Kitzbühel zu bleiben. Gesagt, getan! Im Vergleich zu anderen Wintersportorten ist in Kitzbühel zu jeder Jahreszeit Saison und man kann bei jedem Wetter was unternehmen. Der Ort ist groß genug, dass er auch bei schlechtem Wetter etwas anzubieten hat. Andere Orte in den Alpen sind sehr auf den Wintertourismus spezialisiert, dass abseits der Wintersaison, die gewöhnlich ab Weihnachten so richtig an Fahrt aufnimmt, wenig los ist. Die Anreise nach Kitzbühel erfolgte über München die A8, den klassischen Maut freien Weg über Kiefersfelden und Kufstein. Anschließend geht dann über die B173 nach Elmau und später kurz vor St. Johann in Tirol ein Stück nach Süden nach Kitzbühel.

Winterlicher Irschenberg und Blick auf den Bayrischen Alpenrand

Obwohl sich unser Hotel in Kitzbühel befindet, wollten wir vor dem Check-In noch etwas spazieren gehen und etwas Mittag essen. Hierzu sind wir erstmal durch Kitzbühel hindurch gefahren, weiter Richtung Süden. Ab dem kleinen Ort Jochberg, geht es stetig bergauf auf den fast 1300 m hohen Pass Thurn. Hier 500 m höher als in Kitzbühel war es schon ziemlich winterlich. Bei 10 – 20 cm Schnee sind wir etwas durch den Schnee gelaufen. Während der Skisaison hat man von hier aus auch die Möglichkeit in das große Skigebiet Kitzbühel-Kirchberg einzusteigen. Hier lassen sich traumhafte Winterlandschaften der Kitzbüheler Alpen genießen. Die Wintersaison hier auf der Resterhöhe fängt in Kitzbühel hier seit ein paar Jahren bereits im Oktober an. Unabhängig vom Wetter kann man hier dank Schneedepots, welche am Ende des vorigen Winters angelegt werden, eine Piste eröffnen.

Nach einem kleinen Spaziergang sind wir zurück nach Kitzbühel gefahren. Kurz nach dem Ortseingang sind wir jedoch rechts abgebogen. Von dort aus führt eine anfangs noch breite Straße, die später deutlich schmaler wird hinauf zur „Rosis Sonnbergstuben„. Neben der Straße gibt es noch einen Sessellift mit dem man das Restaurant erreichen kann. Mit Sicherheit ist dieses Restaurant auf fast 1200 Meter mit einem herrlichen Blick in das Tal, bei gutem Wetter bis auf den Großglockner, eines der bekanntesten Locations in Kitzbühel. Wir waren hier bereits öfters, sowohl bei schlechtem Wetter in der gemütlichen Stube drinnen, als auch bei Sonnenwetter auf der großen Panorama Sonnenterrasse ist es ein Genuß. Bekannt geworden ist dieses Restaurant durch die sympathische Wirtin Rosi Schipflinger, die auch meist selber noch vor Ort ist. Schon seit Jahren zieht Rosis Sonnbergstuben Prominente und bekannte Personen an, dementsprechend sind die Preise etwas höher. Zwischen exotischeren Speisen wie z.B. das Grillen am Tisch auf einem Tartarenhut oder gibt es auch viele gut bürgerliche Speisen. Das Essen hier hat uns immer überzeugt. Zusätzlich versteht man es hier gut modern auf Höhe der Zeit zu bleiben, ohne das man den ursprünglichen Charme verliert.

Hier oben hat man auch die Möglichkeit spazieren zu gehen. Weiter oben befindet sich noch die Bichlalm, von der man einen noch besseren Blick hat. Bei Schnee ist diese Alm im Winter mit dem Sessellift erreichbar.

Zwischen Herbst und Winter

Übernachtet haben wir der Leistung entsprechend relativ preiswert in dem ****S Austria Trend Hotel Schloss Lebenberg. Dieses befindet sich noch direkt in Kitzbühel am Ortsrand, gelegen ist es auf einem Hügel auf dem „Lebenberg“ etwas nördlich der Stadt. Von dort hat man einen tollen Blick über Kitzbühel. Auch von unsrem Zimmer mit großem Balkon hatte man einen schönen Blick auf die Berge. Mit ein Grund für das Hotel war der wahrscheinlichste schönste Panoramapool Kitzbühel’s mit dem genialen Ausblick über Kitzbühel. Zusätzlich gibt es noch ein Spa und einigen Saunen in denen man einen Tag toll ausklingen lassen kann. Ein tolles Frühstück hat den guten Gesamteindruck abgerundet.

Zimmer im Schlosshotel Lebensberg
46 Meter Langer Panoramapool mit Blick auf Kitzbühel

Zum Abendessen waren wir in dem Bio Hotel Stanglwirt bzw. in dem dazugehörigen Restaurant. Das Bio Hotel Stanglwirt befindet sich Elmau in der nähe von Kitzbühel. Spätestens seit es soziale Medien wie Instagram gibt, gehört dieses Hotel mit Sicherheit zu den bekanntesten Hotels im Alpenraum. Das Restaurant befindet sich direkt neben dem Kuhstall. Hier man die einmalige Chance während man im Hotel isst , kann man die dort stehende Kühe durch mehrere Glasfenster beobachten. Dadurch hat die „Kuhstallstube“ einen besonderen Charme. Beim Essen genießt man einen wunderbaren Service, bekommt eine Weinkarte die dicker ist als 3 Bibeln übereinander und jeder Extrawunsch wird hier erfüllt.

Eingang des Gasthof’s Stangl
Essen mit Blick in den Kuhstall
Backhendl und Käsespatzen im Gasthof Stangl

In der Altstadt von Kitzbühel gibt es im Advent ab dem 1. Advent einen kleinen netten Weihnachtsmarkt. Hier finden verschiedene Events noch statt wie z.B. verschiedene Konzerte. Aber auch ansonsten kann man leckere Tiroler Spezialitäten probieren und Glühwein trinken. Für Kinder werden Weihnachtsgeschichten vorgelesen und es gibt einen kleinen Streichelzoo.

Altstadt von Kitzbühel im Advent

Hallstatt im Salzkammergut

Es gibt wohl keinen so kleinen Ort auf der Welt der in Asien so bekannt ist wie das Dörfchen Hallstatt. Das durch soziale Medien bekannt gewordene 750 Einwohner Dorf, hat die letzten Jahre hinweg einen wahren Ansturm an asiatischen Touristen erlebt. In China ist das Dorf als Reiseziel neben Paris, Rom und Berlin so beliebt, dass es sogar im 1:1 Format nachgebaut worden ist. Obwohl die bergige Region früher eher zu den lebensfeindlichen Regionen zählte, ist diese Region schon seit Jahrtausenden besiedelt. Das dort vorhanden Salz in den Bergen wurde schon früh als Chance erkannt.

Anreise nach Hallstatt:

Hallstatt liegt am Hallstätter See im Salzkammergut in dem Bundesbezirk Oberösterreich. Die Stadt Salzburg befindet sich etwa 70 Kilometer entfernt. Die Anreise nach Hallstatt mit dem Auto erfolgt quasi immer aus Norden. Schon am Eingang des Ortes kann man einem Parkleitsystem folgen und findet damit recht schnell einen bezahlten Parkplatz. Von diesen Parkplätzen aus ist es nicht weit in das Zentrum des Ortes. Hallstatt ist auch mit dem Zug erreichbar hat einen eignen Bahnhof. Von diesem muss man noch kurz mit Schiff nach Hallstatt übersetzen. Die Anreise mit der bekannten Salzkammergutbahn hat auch seinen landschaftlichen Charme und ist sicher am entspanntesten.

Was gibt es in Hallstatt zu sehen ?

Karte von Hallstatt und Umgebung
  1. Salzbergbahn Hallstatt
  2. Aussichtsplattform
  3. Salzbergwerk
  4. Zentrum von Hallstatt
  5. Aussichtspunkt über Hallstatt
  6. Bekanntester Fotospot

Mit der Salzbergbahn, aus dem etwas neueren Teils Hallstatt im Süden, kann man die 350 Höhenmeter auf den gleichnamigen Berg Salzberg in nur wenigen Meter erklimmen. Diese Aufstiegshilfe haben wir bei unseren Besuch genutzt. Die Kosten betragen (2019) für eine Bergfahrt 10 Euro, für Berg und Talfahrt 18 Euro pro Person. Alternativ gibt es auch einen tollen Wanderweg hinauf. Es gibt ebenfalls diverse Kombitickets mit dem Salzbergwerk, dass sich dort auch befindet. Oben angekommen hat man bereits eine tolle Aussicht. Das ganze wird noch von dem „Skywalk“ mit dem Blick auf die ganze UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut übertroffen. Seit 1997 steht die Region unter Welterbe. Ein wenig Nervenkitzel ist schon dabei, wenn man auf das sich darunter liegend befindliche Hallstatt schaut.

Blick auf den „Skywalk“ und den darunter liegenden Hallstätter See

Man hat einen tollen Blick auf den Hallstättersee und das direkt darunter liegende Hallstatt. Gegenüber von Hallstatt auf der anderen Uferseite befindet sich der Bahnhof von Hallstatt. Man muss somit kurz übersetzen um Hallstatt zu erreichen. Am südlichen Ende des Sees beginnt das bis zu knapp 3000 m hohe Dachsteingebirge.

Blick auf Hallstatt

Nicht weit von der Bergstation der kleinen Standseilbahn entfernt, befindet sich der Eingang zu dem Salzbergwerk. Mit einem Zug fährt man in das Salzbergwerk hinein. Drinnen kann man eine tolle Welt an glitzernden Salzkristallen und beeindruckenden Stollen entdecken. Wir haben bei dem Besuch das Salzbergwerk nicht besucht.

Blick auf den „Skywalk“ und den Weltkulturerbeblick

Oben angeschrieben führt ein Weg von dem Salzberg aus bis hinab nach Hallstatt. Dabei geht man auf einem gut ausgebauten breiteren Weg in Serpentinen hinab. Man hat immer wieder einen tollen Blick auf den See. Etwa 350 Höhenmeter muss man bis zur Seehöhe überwinden. Je nachdem wie schnell man geht ist man circa 1 Stunde unterwegs.

Blick auf den See in Richtung Norden

Etwas oberhalb von Hallstatt hat man einen tollen Blick auf das wunderschön gelegene Dorf. Das Ortsbild ist sehr gut erhalten und es wurden wenige moderne Eingriffe getätigt. Die Bürger von Hallstatt wehrten sich Jahre lange gegen eine geplante Seeuferstraße.

Hallstatt von „oben“

Fotospots:

Hallstatt und die nähere Umgebung hat fototechnisch sehr viel zu bieten. Und zwar gibt es deutlich mehr Motive als das bekannte überall verbreitete Motiv (6), dass man von Norden in Richtung Süden mit Blick auf Hallstatt aufnimmt. Innerhalb des Dorfes kann man auch tolle Detailaufnahmen machen und zwar nicht nur von chinesischen Touristen. Zusätzlich bietet die Landschaft, der See und das Dachsteingebirge viel an.

Häuser die am Hang „kleben“
Die tollen Gebäude am Hang und trotzdem so knapp am See

Fazit: Hallstatt und die ganze Region ist immer ein Besuch wert trotz der Touristenmassen. Und wenn man sich nur etwas von den Standard-Asia Hotspots weg bewegt, ist man auch relativ alleine. Sehr viele Informationen zu Hallstatt und der Umgebung findet ihr unter: https://www.hallstatt.net/

Sonnenuntergang mit Blick auf Hallstatt